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Wir haben die Elite aus vielen tausend Spielern

Datum: 02.10.2014Kategorie: SVS allgemein
Wir haben die Elite aus vielen tausend Spielern

U16 Länderspiel. Trainer Meikel Schönweitz und Teammanager Dennis Bessel tun alles, damit sich ihr  hochkarätiger Talentschuppen bestmöglich entwickelt, vergessen aber nicht, dass es sich hierbei noch immer um Kinder handelt. 

Es ist kurz vor zehn Uhr vormittags, als an der eher unscheinbaren Sportanlage des vor den Toren Herzogenaurachs gelegenen Hammerbacher SV ein schwarz-rot-golden lackierter Bus hält, um gleich darauf seine wertvolle Fracht zu entlassen. Es ist die deutsche U 16 Nationalmannschaft, die hier, mit dunkelblauen Shorts und hellblauen Jacken bedresst, ihr Vorbereitungstraining für das am heutigen Donnerstag  (17 Uhr) in Seligenporten anstehende Länderspiel gegen Österreich absolviert.
Los geht es mit lockeren Aufwärmübungen. Anschließend werden die 22 Spieler aufgeteilt. So arbeitet eine Gruppe in Form von Kreisspielen mit dem Ball, während eine andere verschiedenen Sprintübungen durchführt. Etwas abseits davon erledigen die beiden Torhüter ihr spezielles Programm. Nach etwa einer halben Stunde  ruft Trainer Meikel Schönweitz seinen Talentschuppen zum gemeinsamen Fußballspiel auf. Festgehalten wird dies alles von einer auf einem etwa acht Meter hohen Mast positionierten Videokamera. Der am Spielfeldrand auf Höhe der Mittellinie mit Argusaugen beobachtende Coach unterbricht das Duell „Rot gegen Blau“ immer wieder, um klare und präzise Anweisungen zu erteilen. So holt er seine Kicker im Mittelkreis zusammen und erklärt, dass Hektik zulasten der Spielqualität gehe. Dem unbeteiligten Beobachter wird schnell klar, dass hier jemand seine Passion auslebt. „Ich bin praktisch auf den Sportplatz geboren. Mein Vater war Jungendleiter und hat mir, als ich 13 Jahre alt war, zum ersten Mal eine Jungendmannschaft anvertraut“, gibt Schönweitz einen Einblick in seine Anfänge. Damit ein Spieler unter seine Fittichen gerät, bedarf es eines ordentlichen Vorlaufes. So werden quer durchs ganze Land Sichtungslehrgänge durchgeführt, mit dem Ziel, die Besten ihres jeweiligen Jahrganges zu „erwischen“. Neben dem unabdingbaren Talent ist natürlich auf eine gewisse Charakterfestigkeit vonnöten. „Auf die Jungs prasselt unheimlich viel ein. Zum Beispiel werden sie von Beratern und Sponsoren beeinflusst. Unsere Absicht ist es auch, die Spieler auf den Boden zu halten“, erklärt Teammanager Dennis Bessel. Dieses Credo gilt auch außerhalb des Platzes. So wird gemeinsam gegessen und auch für die Spielkleidung ist jeder selbst verantwortlich. Damit die Jugendspieler nicht zuviel Schulstoff nachholen müssen, sind auch zwei Lehrer mit dabei, die pro Tag ein bis zwei Stunden Unterricht geben. Neben all den Pflichten soll natürlich auch der Spaß nicht zu kurz kommen. „Trotz allem haben wir es noch immer mit Kindern zu tun, die teils zum ersten Mal weiter von zu Hause weg sind“, legt Bessel sehr großen Wert auf eine gewisse Wohlfühlatmosphäre. Wer von den begabten Kickern nun letztlich den Sprung ins Profilager schafft, ist für ihn noch nicht abzusehen. „Die körperlichen Voraussetzungen sind in diesem Alter viel zu unterschiedlich, um so etwas sicher beurteilen zu können.“ Darüber hinaus ist die Fluktuation sehr groß. So wird etwa die Hälfte den Sprung in das  nächsthöhere U-Team nicht schaffen. „Bei uns gibt es den Begriff der Widerstandsfähigkeit“, so Bessel, „dies bedeutet, dass sich keiner, der bei uns aussortiert wird, aufgeben darf. Wer es erst einmal bis zu uns geschafft hat, der kann was. Wir haben hier die Elite aus vielen tausend Spielern.“ Und jeder aus dieser Elite soll auch seine gerechte Chance bekommen. Wird Schönweitz doch in den beiden Spielen gegen Österreich am Donnerstag in Seligenporten und am kommenden Sonntag in Schwabach alle 22 Spieler einsetzen. „Ich wünsche mir zwei schöne Spiele, die natürlich auch ein entsprechendes Ergebnis bringen sollen. Wichtiger ist aber, dass wir in unserer Entwicklung wieder eine Stufe nach oben klettern“, umreißt der Coach seine Zielsetzung.
Nachdem das etwa 45 Minuten währende Trainingsspiel, mit einem 3:0-Sieg für die „Blauen“ endet, packen die 22 Jungs gemeinsam an, um sämtliche Utensilien wie Bälle oder Hütchen aufzusammeln. Danach geht es wieder in den schwarz-rot-goldenen Bus und einer zwar ungewissen, bestimmt aber äußerst spannenden Fußball-Zukunft entgegen
 

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