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Überflieger gegen Abstiegskämpfer

Datum: 16.08.2014Kategorie: Fußball 1. Mannschaft
Überflieger gegen Abstiegskämpfer

Der SVS muss am Samstag (14 Uhr) beim Serienaufsteiger VfR Garching ran.  Patrik Nagy und Raffael Grigorian sollen die Sturmmisere der Klosterer beheben.

Wenn der SV Seligenporten beim VfR Garching antritt, dann steht ihm ein Team gegenüber, das einen in den letzten Jahren wohl bayernweit unerreichten Höhenflug hingelegt hat. Kickte der Verein für Rasenspiele in der Saison 11/12 noch in der Bezirksoberliga Oberbayern, legte er dann mit drei Aufstiegen in Folge so richtig los und kam zu Beginn dieser Spielzeit schließlich in den Höhen der Regionalliga Bayern an. Besonders bemerkenswert ist, dass dieser Husarenritt mit Daniel Weber unter der Regie nur eines Trainers vollbracht wurde. Doch nicht nur an den Schalthebeln, sondern auch im Getriebe selbst wird bei dem Klub aus der Universitätsstadt im Münchner Norden Kontinuität ganz groß geschrieben. Stehen doch immerhin noch sechs Akteure aus BOL-Zeiten im Kader, die allesamt auch in der Regionalliga Stammspieler sind und  wie der allerdings verletzte Kapitän Dennis Niebauer oder Oliver Hauck - mit drei Treffern bester Schütze – zudem exponierte Rollen ausfüllen. Mit insgesamt sechs Zählern aus ebenso vielen Partien und Tabellenplatz 14 hat der VfR die vom Coach vor Saisonbeginn ausgegebene Mission, dass es „für uns als Aufsteiger nur darum gehen kann, die Klasse zu erhalten. Jeder Spieltag, am dem wir nicht auf einem Abstiegsrang stehen, ist für uns Gold wert“, bislang voll erfüllt. Maßgeblich hierfür ist die augenscheinlich glänzende Moral im Team. Immerhin wurde zuhause den Amateurteams des TSV 1860 München und des FC Ingolstadt jeweils ein Remis abgetrotzt, wobei der letztlich punktebringende Treffer beide Male erst  in der Schlussphase fiel.
Moral – die bewies auch der SV Seligenporten, als er gegen den FC Eintracht Bamberg mit viel Einsatz und Spielkultur imponierte und seine beste Saisonleistung ablieferte. Obwohl es am Ende wieder nicht zum so sehnlichst erwünschten ersten Saisonerfolg reichte, zeigte sich Trainer Florian Schlicker hernach optimistisch: „Die Mannschaft hat gut gekämpft und ein sehr gutes Spiel gezeigt.“ Mehr als zufrieden zeigte er sich mit den Spielern aus der zweiten Reihe, die „sich sehr gut eingefügt haben.“ Von diesem Kompliment durfte sich insbesondere Stephan König angesprochen fühlen. Der Stürmer rackerte unermüdlich und wird wohl auch am Samstag spielen dürfen. Überhaupt hat Schlicker nicht viele Variationsmöglichkeiten, zumal sich zu den noch länger verletzten Florian Jakl, Christopher Schaab und Ahmed Ayaloglu sowie dem noch für diese Partie gesperrten Pascal Worst auch noch einige andere Fragezeichen gesellen. So ist auch der Einsatz von Dominik Richter und Rico Röder noch keinesfalls sicher. Dieser Personalnot und noch mehr der anhaltenden Sturmmisere geschuldet, hat der SVS auf dem Transfermarkt zugeschlagen und zwei weitere Spieler verpflichtet. Raffael Grigorian kommt von Eintracht Frankfurt und spielte dort mit der von der U19 in der A-Junioren Bundesliga. Der 19-jährige kann sowohl auf dem Flügel als auch im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Zudem wechselt mit Patrik Nagy ein Mann mit Profierfahrung ins Kloster. Nagy (23), dessen bevorzugte Position die „Zehn“ ist, spielte zuletzt beim Ungarischen Erstligisten Kecskeméti Te. Ob beide bereits in Garching auflaufen können, hängt vom rechtzeitigen Vorliegen der Spielgenehmigung ab. Davon unabhängig erwartet Schlicker einen für ihn favorisierten Gastgeber, der kompakt steht und ein gutes Konterspiel sein Eigen nennt. Um diesen Tugenden die Wirkung zu nehmen, verlangt er von seinem Team, dass „jeder für jeden kämpft und den Abstiegskampf voll annimmt.“                                                         

Am Rande notiert:
Schön wars: Im Vorjahr hatte der SVS nach sechs Partien schon 11 Zähler gesammelt und thronte mit 14:11 Treffern auf einem stolzen dritten Rang.

Schon wärs: Dass man einen schlechten Start richtig eindrucksvoll korrigieren kann, bewies der TSV Rain am Lech in der Saison 2011/12. Dort standen die Rainer nach sechs Spielen mit nur einem Zähler auf dem letzten Platz und sicherten sich am Ende mit dem fünften Rang noch ganz locker die Zulassung zur damals neugegründeten Regionalliga Bayern.
 

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