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SVS will gegen Memmingen Wiedergutmachung leisten

Datum: 18.11.2017Kategorie: Fußball 1. Mannschaft
SVS will gegen Memmingen Wiedergutmachung leisten

Nach der Enttäuschung von Bayreuth, soll gegen die tiefgefallenen Allgäuer gepunktet werden. Keeper Kolbe fällt bis zur Winterpause aus.

Seligenporten. Es ist gerade einmal zwei Wochen her, da durfte sich der SV Seligenporten mit Platz 13 in der Tabelle über die beste Position seit langer Zeit freuen. Vor dem an diesem Samstag (14 Uhr) anstehenden Heimspiel gegen den FC Memmingen aber stecken die Kloster mit  Rang 17 plötzlich wieder richtig dick im Abstiegskampf. Konnte der SVS, weil spielfrei, dem Treiben der Konkurrenz zuerst nur tatenlos zuschauen, muss er sich die 0:3-Pleite in Bayreuth dann selbst an die Fahnen heften. „Die Art und Weise, wie wir uns in der ersten halben Stunde präsentiert haben, können wir uns in der Regionalliga nicht erlauben“, liegt Trainer Roger Prinzen die neunte Saisonniederlage noch immer schwer im Magen. „Wir haben“, so der Coach weiter, „nicht richtig dagegengehalten und waren vor allen Dingen auf den Außenbahnen schwach.“
Um diese Defizite so schnell wie möglich aufzuarbeiten, hat Prinzen im Verbund mit seinen beiden Assistenten Hendrik Baumgart und Florian Beck das ohnehin alles andere als laxe Training noch etwas verschärft. Neben der Optimierung des Defensivverhaltens bildete dort auch das Thema „Ballbesitz“ einen wesentlichen Schwerpunkt. Nicht mit dabei war Sebastian Kolbe. Der Torhüter zog sich in Bayreuth einen Sehnenanriss im rechten Oberschenkel zu und wird bis zur Winterpause ausfallen. Nun liegt es an Patrick Bogner, den zuletzt so starken Kolbe bestmöglich zu ersetzen. Daran, dass er dies auch tatsächlich bewerkstelligt, hegt Prinzen keine Zweifel: „Bogi hat in der Relegation gezeigt, dass wir uns auf ihn absolut verlassen können.“ Eine weitere Vakanz ist Mario Götzendörfer, der eine Gelbsperre abbrummen muss. Hier winkt dem zuletzt nur als Einwechselspieler zum Zuge gekommenen  Danilo Dittrich eine Bewährungschance im defensiven Mittelfeld. „Danilo brennt förmlich auf seinen Einsatz. Für ihn ist es eine super Möglichkeit, wieder ins Team zu kommen“, sieht der Coach auch in dieser Personalie kein Risiko, sondern eher einen weiteren Baustein, um gegen Memmingen den so wichtigen Sieg einfahren.
Diesen aber werden und müssen auch die Allgäuer mit aller Macht anstreben, gestaltet sich doch deren Tabellensituation als Vorletzter noch prekärer. Im Vorjahr stolzer fünfter, fristet das Team nun seit dem ersten Spieltag sein Dasein in der Abstiegsregion. Ein Grund für diese Misere ist sicherlich, dass der Abschied von Stefan Schimmer, des mit 26 Treffern zweitbesten Ligaschützen, zum Drittligisten SpVgg Unterhaching nicht kompensiert werden konnte und die Offensive meist nur mehr einem lauen Lüftchen gleicht. Insbesondere vor eigenem Publikum enttäuschte der FCM fast regelmäßig und durfte ausgerechnet  gegen den SV Seligenporten mit 4:2 nur einen einzigen Heimsieg feiern. Nach dem 2:2 gegen das Schlusslicht aus Unterföhring musste Trainer Stefan Anderl seinen Stuhl räumen. Für ihn übernahm der bisherige Sportdirektor Bernd Kunze, welcher die Geschicke nun bis zur Winterpause leiten soll. Mit je zwei Siegen und Remis sowie drei Niederlagen ist die Bilanz des Interimstrainers so  schlecht nicht, die Tabellensituation aber hat sich dennoch nicht wirklich verbessert. Dass die Mannschaft durchaus über ein gutes Potenzial verfügt, zeigt der Toto-Pokal, wo der FCM nach seinem 2:1-Sieg hier im Kloster ins Halbfinale vorgestoßen ist. „Memmingen wird bestimmt mit einigen Hoffnungen zu uns kommen“, erwartet Prinzen denn auch einen mutigen Kontrahenten. Eben jenes knapp vier Wochen zurückliegende Pokalspiel aber stimmt auch ihn zuversichtlich, dessen Team damals die vielleicht sogar  beste erste Hälfte dieser Spielzeit auf den Rasen legte. „Diese Leistung“, so der Coach, „müssen wir uns zum Vorbild nehmen.“  
                                                   
Am Rande notiert:
Ein bisschen Regelkunde:
Der SV Seligenporten nimmt derzeit den 17. Platz ein. Dieser drittletzte Rang wird in manchen Medien als Direktabstiegsplatz geführt, in anderen wiederum berechtigt Rang 17 zur Relegation. Um diesen Wirrwarr aufzulösen, hilft  ein Blick ins Regelwerk des Bayerischen Fußballverbandes (BVF). Dort besagen die ergänzenden Bestimmungen der BFV-Spielordnung und der Regionalligaordnung vom 07.07.2017: „Aus der RegL Bayern steigen in der Saison 2017/18 grundsätzlich die zwei letztplatzierten Vereine ab.“

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