bayern bayern twitter rss
Anyway Werbeagentur
Max Aicher Unternehmensgruppe
Spielverein Seligenporten Logo
Offizielle Seite des Spielverein Seligenporten

Die Sorgen und Nöte des Roger Prinzen

Datum: 07.04.2018Kategorie: Fußball 1. Mannschaft
Die Sorgen und Nöte des Roger Prinzen

Vor dem Match bei der SpVgg Greuther Fürth II sieht sich der Coach mal wieder mit vielen Fragen konfrontiert.

Trainer Roger Prinzen muss sich vor dem an diesem Samstag (14 Uhr) in Burgfarrnbach anstehenden Match gegen die SpVgg Greuther Fürth II vorkommen wie Sisyphos. Ebenso wie es der erbarmungswürdigen Gestalt aus der gleichnamigen griechischen Sage nie gelingt, einen Felsbrocken einen Berg hinaufzurollen, sieht er sich auch immer wieder mit denselben Schwierigkeiten konfrontiert. Schien sein Team aus der 0:4-Pleite gegen Buchbach mit denn dann folgenden drei  ungeschlagenen Partien gegen Team aus dem oberen Tabellendrittel die richtigen Lehren gezogen zu haben, fiel es bei der Niederlage gegen Garching am vergangenen Montag wieder in die alten Fehler zurück. „Es ist deprimierend, immer wieder solche Rückschläge einstecken zu müssen“, lässt Prinzen tief in seine Gefühlslage blicken.
Deshalb aber wild und lautstark auf seine kickenden Angestellten loszugehen, ist sein Ding nicht. Vielmehr, so Prinzen, „haben wir den Spielern ruhig aber klar ihre Fehler aufgezeigt.“ Fehler, die einmal mehr unmissverständlich aufzeigen, dass manche Akteure den Anforderungen der Regionalliga nicht immer gewachsen sind. Bei näherer Betrachtungsweise durchaus nicht verwunderlich. Immerhin beherbergt der Kader auch Mitglieder, die in der vergangenen Saison noch auf Bezirks- oder sogar Kreisliganiveau dem Ball nachjagten. Eine Ursache hierfür ist auch, dass die Klosterer in der vergangenen Saison in die Relegation mussten. Eigentlich ein sportlicher Glücksfall gewesen, brachte er jedoch die Kehrseite mit sich, dass erst extrem spät Planungssicherheit herrschte und somit der Markt  echte, zumal auch noch erschwingliche Verstärkungen praktisch nicht  mehr hergab.
Zudem findet die Mannschaft gegen tiefstehende und auf Konterbedachte Gegner allzu oft keine Mittel. Ein Manko, dass zuletzt der Garchinger Trainer Daniel Weber am Ostermontag gnadenlos ausnutzte: „Wir wussten dass der SVS Probleme hat, wenn er das Spiel machen muss. Unser Plan, deshalb aus einer gesicherten Defensive zu agieren, ist dann voll aufgegangen.“
Da solche Defizite nur sehr schwer und in der Kürze der noch verbleibenden Zeit schon mal überhaupt nicht zu beheben sind, setzt Prinzen seine Hoffnungen auf die grundlegenden Tugenden: „Bei uns müssen zu allererst die Basics stimmen wie Einsatz, Laufbereitschaft und auch eine gewisse Leidensfähigkeit. Wir können nur im Kollektiv bestehen. Wenn aber alle ihre Leistung bringen, dann können wir gegen jedes Team etwas reißen.“
Wie jenes Kollektiv, welches gegen die SpVgg Greuther Fürth antritt, zusammengestellt sein wird, ist wegen der Gelbsperren für Kai Neuerer und Kevin Woleman noch ungewiss. Während der für Letzteren in Frage kommende Pascal Schärtel aufgrund einer Zerrung wohl ebenfalls dienstuntauglich ist, besteht beim zuletzt angeschlagenen Tim Olschewski zumindest eine reelle Chance, die vakante Planstelle in der Innenverteidigung zu besetzen. Für Neuerer könnte dann im Mittelfeld Milos Tesic von Beginn an auflaufen.
Schafft es der SVS, oben aufgeführte Voraussetzungen auf den Rasen zu bringen, ist ein Erfolg keine Utopie. Zumal die noch selbst Abstiegssorgen hegenden Fürther auf eigenem Platz nicht unbedingt eine Macht sind. Die – freilich recht unerfreuliche – Tatsache, dass die Klosterer im ungünstigsten Falle am Samstag die Nichtabstiegsplätz ziemlich aus dem Blick verlieren könnten, unterscheidet Prinzen dann doch von Sisyphos. Immerhin braucht der Coach seinem Felsbrocken nicht in irgendwelche Gipfellagen zu wuchten: „Für uns ist es das realistischste Ziel, erst einmal den Relegationsplatz zu verteidigen.“
                                                
Am Rande notiert:
Während die erste Mannschaft noch nicht weiß, wohin der Weg führen wird, hat die Führung der Klosterer bereits eine zukunftsweisende Entscheidung getätigt. So wurde das im Februar von der Mitgliederversammlung erteilte Mandat, die erste Mannschaft in eine GmbH auszusiedeln, in der vergangenen Woche in die Tat umgesetzt. Zum Geschäftsführer der zu 100 Prozent dem Verein angehörenden Gesellschaft wurde der Hauptsponsor und ehemalige Vorsitzende Walter Eisl bestellt.     

Copyright © 2018 Spielverein Seligenporten, alle Rechte vorbehalten. Powered by ANYWAY