bayern bayern twitter rss
Anyway Werbeagentur
Max Aicher Unternehmensgruppe
Spielverein Seligenporten Logo
Offizielle Seite des Spielverein Seligenporten

Der Angstgegner kommt ins Kloster

Datum: 22.11.2014Kategorie: Fußball 1. Mannschaft
Der Angstgegner kommt ins Kloster

Gegen den FC Illertissen hat der SVS bislang immer den Kürzeren gezogen.

Die Zuversicht, dass es diesmal anders kommt, schöpft Trainer Florian Schlicker aus den letzten Auftritten seiner Elf.
Veni, vidi, vici – Ich kam, ich sah, ich siegte. Dieses Gaius Julius Cäsar zugesprochene Zitat könnte auch auf den FV Illertissen, an diesem Samstag (14 Uhr) zu Gast im Kloster, gemünzt sein. Denn ebenso überlegen wie der römische Staatsmann, Feldherr und Autor im Jahre 47 vor Christi Geburt die Schlacht bei der türkischen Stadt Zela für sich entschied und anschließend diesen legendären Spruch geäußert haben soll, eroberten auch die bayerischen Schwaben die Regionalliga. Entwickelte sich der FVI doch dort zu einem absoluten Spitzenteam und holte sich zweimal hintereinander den Titel des bayerischen Amateurmeisters. 
In dieser Spielzeit aber ist es mit dem „Vici“ also dem Siegen, nicht ganz so einfach. So steht die Truppe von Trainer Holger Bachthaler zwar mit Rang recht weit oben, hat aber schon satte 19 Zähler Rückstand auf die Spitze. Bachthaler weiß, dass der Wurm im Sturm steckt und prangerte die mangelnde Durchschlagskraft schon mehrfach an. Die Statistik gibt dem Übungsleiter bedingungslos Recht. Gehörte sein Team in den Vorjahren mit 79 (2012/13) und 74 (13/14) Einschüssen zu den treffsichersten Teams, ist es derzeit mit 31 Toren in 20 Partien nur ein besserer Durchschnittswert. Zuletzt allerdings stimmte mit sieben Zählern aus den jüngsten drei Partien zumindest die Punkteausbeute. „Illertissen hat sich stabilisiert und ist wieder im Kommen“, macht SVS-Trainer Florian Schlicker eben dieser Aufwärtstrend Kopfzerbrechen. „Die Mannschaft“, so der Trainer weiter, „hat große Qualität und ist mit ausgepufften Spielern nur so gespickt.“
Das seine Klosterer – obwohl Tabellenletzter – nicht vor Ehrfurcht zu erstarren brauchen und durchaus das Zeug dazu haben, den absoluten Angstgegner (siehe Infofläche) zu schlagen, wurde beim Freundschaftsspiel am vergangenen Dienstag gegen den Zeitligisten SpVgg Greuther Fürth deutlich. Obwohl es mit einem 1:4 die freilich allseits erwartete Niederlage setzte, durfte Schlickers strenges Auge sich vieler guter Dinge erfreuen: „Wir haben uns sehr ordentlich verkauft und sind den Gegner immer wieder mutig angelaufen. Die Mannschaft war voll engagiert und hat sich auch einige gute Chancen erarbeitet.“ Eine davon verwandelte Patrick Schwesinger sogar zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer. Der 24-jährige Stürmer, der in Hinspiel beim FV Illertissen sein Klosterdebüt feierte und zuvor beim Kreisligisten (!) TSV Sonnefeld dem  Ball hinterherjagte, hat sich mittlerweile zum unverzichtbaren Stammspieler gemausert. „Patrick ist nicht nur fußballerisch sondern auch menschlich ein riesiger Glückgriff. Sicherlich hat er taktisch und technisch noch Luft nach oben, reißt aber mit seiner positiven Art alle mit und haut sich in jedem Spiel voll rein“, ist der Coach denn auch mit seinem meist  den linken Flügel beackernden Kicker hochzufrieden. 
Soll am Samstag endlich der vierte Saisonsieg eingefahren und der immer mehr dahinsiechenden  Hoffnung auf den Klassenerhalt neues Leben eingehaucht werden, braucht es nicht nur einen, sondern mindestens elf ebenso unbeugsame Akteure. Dass er diese hat, davon ist Schlicker fest überzeugt: „Unsere letzten Auftritte machen Mut. Dies muss der Maßstab sein.“ Ein Maßstab ganz nach der Devise eines anderen römischen Sprichwortes: Fortes fortuna adiuvat – dem Tapferen hilft das Glück.

Am Rande notiert:
Kein Punkt: Gegen keinen anderen Vereins weißt der SVS eine solch schwache Bilanz auf, wie gegen Illertissen. In den fünf  ausgetragenen Partien, setzte es für die  Klosterer ausschließlich Niederlagen. Auch die Trefferbilanz gestaltet sich  mit 3:13 Toren recht niederschmetternd. Zuhause hieß es bislang 1:3 und 1:4.

Kein Brief: Zum nach der skandallösen Schiedsrichterleistung in Ingolstadt angedrohten offenen Brief des SVS wird es wohl nicht kommen. „Wir werden uns nochmal zusammensetzen, um darüber zu beraten, doch ich glaube, wir haben jetzt schon für genug Wirbel gesorgt“, stellt Trainer Florian Schlicker die Sachlage dar.      
 

Copyright © 2017 Spielverein Seligenporten, alle Rechte vorbehalten. Powered by ANYWAY