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Aufgalopp zur neuen Saison

Datum: 15.07.2016Kategorie: Fußball 1. Mannschaft
Aufgalopp zur neuen Saison

An diesem Freitag startet der Aufsteiger SV Seligenporten in die neue Saison. Hier stellen wir den Gegner und die Neuzugänge vor, geben einen Überblick über die Vorbereitung und wagen eine Prognose.

Der Gegner: Die SpVgg Greuther Fürth II, an diesem Freitag (18.30 Uhr) auf der Sportanlage des TSV Burgfarrnbach Gastgeber des SV Seligenporten, ist ein Gründungsmitglied der Regionalliga Bayern und belegte dort in der abgelaufenen Saison Platz neun. Ohnehin sehen die Kleeblätter  ihre Prämissen vorrangig in der Ausbildung junger Spieler. Davon, dass sie ihren Kader mit neun Zu- und mehr als einem Dutzend Abgängen einer Radikalkur unterzogen, durften auch die Klosterer profitieren, die mit Innenverteidiger Christian Held und Mittelfeldmann Marco Weber zwei Kicker aus der Fürther Talentschmiede für sich gewinnen konnten.  Für die Greuther geht es nun erst einmal darum, den sehr jungen Kader zu einer Einheit zu formen und sich  von den unteren Tabellenregionen möglichst fern zu halten.
Zu- und Abgänge: Vordergründig deutet die Tatsache, dass acht Spieler ihre Zelte beim SVS abgebrochen haben, auf einen erheblichen Umbruch hin. Tatsächlich aber mit Rico Röder nur ein Spieler darunter, der in der Rückrunde zum Stamm gehörte. Unter den sieben Neuzugängen stellt natürlich Juri Judt den absoluten Königstransfer dar. Der 29-jährige defensive Mittelfeldspieler stand zuletzt beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt unter Vertrag. Seine erfolgreichste Zeit verbrachte Judt beim 1. FC Nürnberg, für den er 44-mal in der Bundesliga auflief. Auch beim Lokalrivalen, der SpVgg Greuther Fürth hinterließ der Deutsch-Kasache in 76 Zweitligapartien bleibenden Eindruck. Vom Bayernligaabsteiger Jahn Forchheim ins Kloster wechselt Tugay Akbakla (20), der sich mit dem von der U23 hochgezogenen Patrick Bogner (19) die Rolle des Ersatztorhüters teilen wird. Um den Konkurrenz im Abwehrbereich zu erhöhen wurde Christian Held (22) verpflichtet. Der Innenverteidiger kommt von der SpVgg Greuther Fürth II, für die er in zwei Jahren 45 Regionalligaeinsätze absolvierte. Vom Nachbarklub Quelle Fürth stammt Lucas Werner. Der 19-jährige bevorzugt die Position des linken Außenverteidigers und gilt als Perspektivspieler. Etwas andere Ziele hegt der sieben Jahre ältere Mario Swierkot. „Ich will meine vielleicht letzte Möglichkeit nutzen, mich höheren Aufgaben zu stellen“, so der vom 1. SC Feucht losgeeiste Flügelspieler. Während dieser also auf seinen ersten Einsatz in der Regionalliga brennt, jagte Marco Weber (SpVgg Greuther Fürth II) dem Leder in Bayerns Eliteklasse schon 50-mal hinterher. Der 23 Jahre alte, zentrale Mittelfeldmann, der in Fürth als Kapitän fungierte, soll auch beim SVS eine Führungsrolle einnehmen. Ihm zur linken Seite soll künftig Noah Tiefel (20) wirbeln. Tiefel avancierte beim 1. SC Feucht mit enormer Ballsicherheit und glänzender Technik zur großen Entdeckung. Mit Marcel Mosch (23) heuerte ein alter Bekannter beim SVS an. Der Stürmer, der bereits bereits in der Saison 2014/15 im Kloster weilte, kommt von Drittligisten SV Wacker Burghausen.
So lief die Vorbereitung: Im ersten Testspiel wurde Ligarivale FC Ingolstadt II klar beherrscht und mit 2:0 geschlagen. Beim SC 04 Schwabach (Landesliga) dreht der SVS nach einem 0:3-Rückstand furios auf die Begegnung binnen 20 Minuten um. Gegen den Bayernligisten VfB Eichstätt folgte mit einem 3:0 wiederum ein richtig guter Auftritt. Mangelnde Zielstrebigkeit, etliche Verletzungen und ein Kräfteeinbruch in der zweiten Hälfte führten gegen den SSV Jahn Regensburg II (Bayernliga) zu einer deutlichen 0:3-Pleite. Zum absoluten Tiefpunkt geriet die 1:2-Niederlage beim ATSV Erlangen (Bezirksliga), wo das Team komplett enttäuschte und sich Stanislaus Herzel zu allem Überfluss zwei Rippen brach. Beim 2:0 beim FSV Stadeln (Bezirksliga) wurde eine spielerisch überzeugende Leistung durch die fehlende Kaltschnäuzigkeit im Abschluss getrübt.
Der Schlüssel zum Erfolg: In spielerischer Hinsicht braucht sich der SV Seligenporten auch in der Regionalliga keineswegs zu verstecken. Auch dass der Großteil des Kaders die Anforderungen der Regionalliga kennt und das Trainerteam Schlicker/Gündogan bestens harmoniert, sind nicht zu unterschätzende Faktoren. Allerdings muss die Mannschaft ihre in der Bayernliga zuweilen zur Schau getragene Leichtsinnigkeit unbedingt abstellen. Um das zwingend notwendige kämpferische Moment einzubringen, ist Juri Judt zweifellos der richtige Mann. Der Ex-Profi hat sich in Windeseile unverzichtbar gemacht und glänzt als cleverer Balleroberer ebenso, wie als umsichtiger Ballverteiler. Mindestens genauso wichtig ist aber, dass die dann eingeleiteten Offensivaktionen gewinnbringend abgeschlossen werden – beim SVS ein schon altbekanntes Manko. Eine herausragende Rolle kommt auch Keeper Christopher Pfeiffer zuteil, der mit seiner Ruhe und Ausstrahlung dem gesamten Team Halt und Stütze ist.
Prognose: Gelingt es dem SVS neben dem spielerischen Moment, auch die kämpferische Komponente in die Waagschale zu werfen, ist der  Klassenerhalt durchaus machbar. Förderlich hierfür ist auch das traditionell unaufgeregte Umfeld der Klosterer. Sollte jedoch die Abschlussschwäche weiter anhalten oder Leistungsträger wie Judt und Pfeiffer über längere Zeit ausfallen, wird es allerdings kritisch.                                            

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