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Vier schmerzhafte Stiche mitten ins Klosterherz

Kategorie: Fußball 1. MannschaftDatum: 12.10.2014
Vier schmerzhafte Stiche mitten ins Klosterherz

Laue Offensive, unkonzentrierte Abwehr. Beim deprimierenden 1:4 in Heimstetten erlebt der SV Seligenporten die bisher schwärzeste Stunde seiner Regionalligazugehörig-keit.

Seligenporten. Jetzt ist guter Rat wirklich teuer. Der SV Seligenporten kassiert im Kellerduell beim SV Heimstetten eine herbe 1:4 (0:1)-Schlappe und stürzte wieder ans Tabellenende. Besonders bedenklich ist hierbei, dass neben den schon hinlänglich bekannten Offensivschwä-chen, nun auch noch krasse Abwehrfehler zu Tage traten.
Dieses mittlerweile 15. Saisonspiel begann wie schon so viele in dieser für den SVS so unbefriedigenden Spielzeit: Während der Gegner seine erste Chance unbarmherzig einnetzt, zeigt Seligenporten vor dem Tor Nerven. Ein schnöder langer Ball auf den an der Strafraumgrenze lauernden Danijel Majdancevic sollte schon nach drei Minuten die Partie in eine für die Klosterer völlig verkehrte Spur lenken. Denn der Heimstettener Stürmer ließ sich nicht lange bitten und hob die Kugel kurzerhand über den aus seinem Kasten herauseilenden Dominik Brunnhübner hinweg zum 1:0 in den Kasten. 120 Sekunden danach ereignete sich eine Szene, die sich in dieser für den SVS so unbefriedigend verlaufenden Spielzeit schon etliche Male so oder ähnlich zugetragen hat, als Rico Röder nach einem schönen Solo abzog und statt ins Netz nur den rechten Pfosten anvisierte.
In der Folge besaßen die Gäste die weitaus größeren Spielanteile und drängten ihren Konkurrenten weit in dessen eigene Hälfte zurück. Gelegenheiten, sich für diese Spielweise zu belohnen blieben nicht aus. Jedoch – auch das ist eine an dieser Stelle schon zu oft wiederholte traurige Tatsache – sie wurden schlicht und einfach nicht genutzt. So stellte Patrik Nagy den Heimstettener Keeper Marjan Krasnic mit einem Freistoß zwar vor Probleme, überwinden ließ er sich jedoch nicht (17.). Nach einer  halben Stunde war es dann Marcel Mosch, der aus 20 Metern ebenso an Krasnic scheiterte, wie mit einem Schuss aus spitzem Winkel (35.). Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel gesellte sich mit Patrick Schwesinger, der nächste Teilnehmer zu diesem verhängnisvollen Reigen, indem er einen Kopfball knapp rechts vorbei bugsierte. Heimstetten indes beschränkte sich auf gelegentliche Konter und nutzte darüber hinaus jede Gelegenheit, um die Partie zu verschleppen.
In der 53. Minute sollte sich das Resultat dem tatsächlichen Spielver-lauf annähern. Röder band mit einem Pass aus der Zentrale Mosch ins Geschehen ein, der auf dem rechten Flügel davon zog und flach nach innen spielte, wo Schwesinger goldrichtig stand, um aus kurzer Distanz zum 1:1 einzuschieben. „Nach dem Ausgleich habe ich niemals damit gerechnet, dass wir dieses Spiel noch verlieren könnten“, brachte Trainer Florian Schlicker die zu diesem Zeitpunkt herrschende allgemeine Stimmungsla-ge hernach auf den Punkt. Die Realität aber wollte es in der 70. Minute ganz anders. Während sich der SVS bis dorthin einige wirklich vielversprechen-de Gelegenheiten erspielte, diese aber weiterhin teils kläglich versiebte, nutzte Majdancevic seine zweite Chance im gesamten Spiels erneut im Stile eines echten Torjägers. Nach einer von der Klosterabwehr durchaus vermeidbaren Flanke kam auch Brunnhübner einen Schritt zu spät und musste zusehen wie Majdancevic im Fünfer stehend zum  2:1 für Heimstetten einköpfte.  Schlicker versuchte nun mit der Einwechslung der Offensivakteure Ahmed Ayaloglu und Stephan König das Blatt nochmal zu wenden. Dieses Ansinnen aber entpuppte sich unmittelbar danach nur noch als bloße Makulatur. Denn die das Attribut „Abwehr“ an diesem Tage nicht verdienende SVS-Defensive ließ sich nach einem schnell vorgetragenen Konter abermals überrumpeln, so dass Sammy Amari auf 3:1 erhöhte (81.). Dass Dominik Schmitt mit einem verwandelten Foulelfmeter zum 4:1 (90.) dem Aufbauprogramm des in den letzten zehn Spielen nur einen Zähler ergatternden SVH einen weiteren Glücksmoment hinzufügte, hatte dann nur noch statistischen Wert.
Es sind zwar noch 19 Spieltage bis zum Ende der Saison zu absolvieren. Doch sollte der SVS am Ende dieses mit Unwägbarkeiten nur so gepflasterten Weges tatsächlich die Liga nach unten verlassen müssen, dann war dieses Match ein wesentlicher Meilenstein dorthin.
     (nuw)     
                                              
Stimmen zum Spiel:
Florian Schlicker: „Ich bin mehr als enttäuscht. Diese Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wir brauchen viel zu viele Chancen und sind hinten viel zu anfällig und nachlässig.“

Vitomir Moskovic, Trainer SV Heimstetten: „Meine Mannschaft und ich wollten heute unbedingt gewinnen. Wir konnten den Raum ausnutzen, den uns der Gegner ließ. Am Ende waren wir nicht die bessere, aber die glücklichere Mannschaft.“
 

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