bayern bayern twitter rss
Anyway Werbeagentur
Max Aicher Unternehmensgruppe
Spielverein Seligenporten Logo
Offizielle Seite des Spielverein Seligenporten

Kleiner Club war viel zu Groß

Kategorie: Fußball 1. MannschaftDatum: 15.08.2016
Kleiner Club war viel zu Groß

Über weite Strecken überforderte Klosterer sind mit der 1:4 (0:1)-Niederlage gegen einen zeitweise nach Belieben dominierenden 1. FCN II noch gut bedient.

Der Aufsteiger SV Seligenporten kommt in der Regionalliga über die Rolle des Punktelieferanten einfach nicht hinaus und kassiert mit einem 1:4 (0:1) gegen den 1. FC Nürnberg II die sechste Niederlage im sechsten Spiel. Es war dies außerdem eine Pleite, die auch in der Höhe vollauf gerechtfertigt war und die sportliche Krise beim SVS somit weiterhin kräftig am schwelen hält.
„Es tut mir für die Zuschauer und den Verein leid, was wir derzeit anbieten“, konstatierte ein arg geknickter Trainer Florian Schlicker hinterher, um dann aber sogleich zu bekräftigen, dass „wir nicht aufgeben, sondern weiterhin akribisch arbeiten.“ Daran, dass er und sein Trainerkollege Serdal Gündogan dies auch tatsächlich dürfen, ließ der erste Vorsitzender Walter Eisl unmittelbar nach dem Schlusspfiff keinen Zweifel: „Wir bleiben ruhig und werden, was die Trainer angeht, nichts aber auch gar nichts, ändern.“
Blieb den SVS-Kickern Marco Weber (Knie) sowie den gesperrten Florian Bauer (5. Gelbe) und Lino D’Adamo ein Mitwirken sowieso versagt, verletzte sich dann auch Torhüter Christopher Pfeiffer beim Aufwärmen und musste kurzfristig passen. Eine Schwächung sollte dies allerdings nicht sein, avancierte Ersatzkeeper Tugay Akbakla doch bei seinem Regionalligadebüt zum besten Spieler der Klosterer. Der durfte zunächst erst einmal darüber freuen, dass seine Vordermänner recht gut in die Partie starteten und durch Mario Swierkot, der aus 20 Metern knapp am Tor vorbeizielte (5.), die erste Duftmarke setzten. Doch spätestens nachdem Akbakla einen Schuss von Abdelhamid Sabri parierte (10.), übernahm der Gast dann das Kommando. Die Clubberer schnürten ihren Kontrahenten mit schönem Kombinationsfußball und schnellen Angriffen über die Flügel in dessen eigener Hälfte ein. Insbesondere die beiden „Linken“ Jonas Carls und Philipp Horcher wirbelten fast nach Belieben und sorgten dafür, dass  Akbakla mit guten Paraden mächtig Eigenwerbung betreiben konnte. So war es nur folgerichtig, dass Letzterer auch in der 36. Minute die längst überfällige Führung für den FCN markierte, als er die Kugel aus 14 Metern flach in die  Maschen setzte. Der SVS versuchte durchaus, den einen oder andere Akzent zu setzen, agierte dabei aber entweder zu ungenau oder zu überhastet.
Dieses Ungleichgewicht der spielerischen Kräfte sollte sich im zweiten Durchgang noch mehr verstärken. Klärte Marcel Schelle für den SVS noch in höchster Not auf der Torlinie (49.), lochte Hercher vier Minuten später eine Vorarbeit des  sich immer mehr steigernden Dominic Baumann aus elf Metern zum 2:0 ein. Der vom Trainergespann Schlicker/Gündogan inszenierte Versuch, dem Geschehen mit zwei Offensivwechseln noch eine Wende zu geben, verkehrte sich kurz danach ins Gegenteil, als Baumann eine Vorlage von Mike Ott per sehenswerten Volley-Knaller zum 3:0 (60.) in den Kasten zauberte. Gegen nun konsternierte Klosterer dominierte der FCN wie er wollte, ohne sich dabei groß verausgaben zu müssen.  Vereitelte Pascal Worst noch so eben eine Möglichkeit von Maximilian Kraus (77.), klingelte es wenig später zum vierten Male im Klosterkasten. Diesmal übernahm Ott die Rolle des Vorbereiters, indem er auf Baumann flankte, der unbedrängt einköpfen durfte (82.). Dass Bastian Herzner zwei Minuten vor dem Ende noch zum 1:4 verkürzte, sollte an der verdienten Niederlage des SVS nichts mehr ändern.                                        
                                                         
Stimmen zum Spiel:
Florian Schlicker, Trainer SV Seligenporten: „Wenn man so etwas anbietet wie wir, wird es schwer in der Liga zu bestehen. Uns fehlt der Glaube am eigenen Spiel. Wir machen zu viele einfache Fehler.“

Michael Köllner, Trainer 1. FC Nürnberg II: „Das Ergebnis drückt unsere Überlegenheit nicht aus. Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht und feine Tore erzielt. Unser sehr gutes Positionsspiel hat den Gegner nicht zu Entfaltung kommen lassen.“
 

Copyright © 2017 Spielverein Seligenporten, alle Rechte vorbehalten. Powered by ANYWAY