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Drei nicht alltägliche Neuzugänge

Kategorie: Fußball 2. MannschaftDatum: 11.02.2016
Drei nicht alltägliche Neuzugänge

Mit den Syrern Farid und Khalet Agha, sowie dem aus Venezuela stammenden Juan Ignacio Dominguez haben sich der U23 des SV Seligenporten drei Spieler mit ungewöhnlichen Lebenswegen angeschlossen.

Der am 1. Januar 1995 geborene Farid Agha und sein sieben Tage jüngerer Cousin Khalet stammen aus der nordsyrischen und am Mittelmeer gelegenen Großstadt Latakia. Dort spielten beide bis Juli 2015 für den der 1.Profiliga  angehörigen  Sporting Club Hutteen. Während Farid dort die Rolle des Spielmachers und offensiven Flügelstürmers ausfüllte, spielte Khalet auf der Position des Innenverteidigers. Beide kamen auch zu mehreren Einsätzen in der syrischen U21-Nationalmannschaft. Nachdem Latakia schwer unter den Wirren des Bürgerkrieges litt und fast völlig zerstört wurde, flüchtete Khalet mit der Familie von Farid zunächst in den Libanon. Von dort aus ging es weiter mit dem Schiff an die türkische Küste. Lebensgefährlich gestaltete sich dann die Durchquerung des Ägäischen Meeres nach Griechenland, als schwere See das Boot fast zum kentern brachte. Nach einer schier endlosen Odyssee über die Balkanroute kam die Familie dann am 21. September am Münchener Hauptbahnhof an. „Als wir in München ankamen, haben wir richtig gespürt, dass die Leute ein Herz für Flüchtlinge haben“, zeigt sich Khalet Agha, der Vater von Farid, noch immer vom damaligen Empfang angetan. Nach der Unterbringung in der ehemaligen Rother Otto-Lilienthal-Kaserne, bekam die Familie schließlich eine Wohnung in Allersberg vermittelt. Dort wurde der im Allerberger Helferkreis tätige ehemalige schwäbische Polizeipräsident Gerhard Schlögl dann auf die fußballerischen Fähigkeiten der Cousins aufmerksam. „Nachdem ich den Kontakt zum SVS geknüpft hatte wurden wir auch recht schnell zum Probetraining eingeladen“, so Schlögl.
Für Farid und erst recht für Khalet, der fast seine gesamte Familie zurücklassen musste,  ist es nun vorrangigstes Ziel, wieder Fuß zu fassen. Beim SVS, viel mehr aber im neuen Lebensumfeld überhaupt. Wir haben uns schon von Beginn an um die Integration von Flüchtlingen gekümmert“, sind diese Verpflichtungen für den ersten Vorsitzenden Walter Eisl eigentlich nur die logische Fortsetzung des bisher eingeschlagenen Weges, für den der SVS kürzlich mit einer Zuwendung von der Egidius-Braun-Stiftung belohnt wurde. „Wir wollen den beiden helfen“, so Eisl weiter, „bei uns den sicherlich nicht einfachen Alltag etwas zu vergessen und darüber hinaus auch eine echte sportliche Chance geben.“ Diese siedelt U23-Teammanager Dieter Rebel, der die Kicker schon mehrmals im Training beobachtete, jedenfalls recht hoch an: „Farid und Khalet sind schnelle Spieler mit  einer guten Technik und verfügen obendrein über die nötige kämpferische Komponente“,
Auf eine längst nicht so dramatische, wohl aber ebenfalls ungewöhnliche Vita kann auch Juan Ignacio Dominguez verweisen. Der 24-jährige Mittelfeldspieler stammt aus dem Südamerikanischen Venezuela. Dort spielte er für den Hauptstadtklub Universidad Metropolitana Caracas, mit dem er 2011 den Aufstieg in die 1.Liga schaffte. In diesem Jahr brachte es Dominguez mit insgesamt 22 Treffern sogar zum besten Torjäger der Liga. Den ihn daraufhin vom FC Caracas angebotenen Profivertrag musste er dann aufgrund familiärer Gründe ablehnen. Ein geplantes Studium im technischen Bereich führte ihn dann nach Erlangen, wo er sich dem FSV Erlangen-Bruck anschloss. Nach drei Spielen in der vergangenen Saison, bleib er in dieser Spielzeit nach einer schweren Verletzung noch ohne Einsatz. Dominguez will nun versuchen, sich mit guten Leistungen in der U23 will Dominguez auch für die erste Mannschaft der Klosterer zu empfehlen.                                 

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