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0:12 Der SVS schlittert in ein unfassbares Debakel

Kategorie: Fußball 1. MannschaftDatum: 01.08.2016
0:12  Der SVS schlittert in ein unfassbares Debakel

Desolate und völlig konfuse Klosterer mutierten gegen  ihren furios aufspielenden Gastgeber FC Augsburg II vom Spiel- zum Sparringspartner. Irrwisch Marco Richter netzte sieben Mal ein.

Ganz egal, wie lange es die Regionalliga Bayern noch geben mag, die im Spielplan der Saison 2016/17 mit der Nummer 20 aufgeführte Partie des FC Augsburg II gegen den SV Seligenporten wird für alle Zeiten in der Rubrik „höchste Ergebnisse“ ganz weit oben rangieren. Dabei liegt die ganz besondere Ironie  darin, dass der SVS mit dem kaum glaublichen 0:12 (0:7)-Inferno beim FC Augsburg II sogar nicht einmal schlecht bedient war. Vielmehr klaffte zwischen den beiden Teams ein mit „eklatant“ noch  unzureichend wiedergegebener Unterschied.
Dies ist umso frappierender, als bei den Klosterern zehn Mann aus der in der Vorwoche erst nach großem Kampf gegen den FC Bayern München knapp mit 1:2 unterlegenen Mannschaft aufliefen, diese dann aber die von Trainer Florian Schlicker ausgegebene Devise, dass „wir unsere Grundtugenden einbringen müssen“ ins absolut Lächerliche verkehrten. Freilich stand den Augsburgern anfangs auch ein bisschen das Glück Pate, als Albion Vrenezi nach drei Minuten aus 25 Metern einfach draufhielt und die Kugel im Tor von Christopher Pfeiffer zum 1:0 einschlug. Vielleicht wäre dieser denkwürdige Nachmittag gar keiner geworden, wenn Dominik Räder unmittelbar danach ein Zuspiel von Mario Swierkot nicht auf den im Abseits stehenden Patrick Hobsch weitergeleitet, sondern aus etwa 12 Metern selbst abgezogen hätte. So aber zog der FCA ein schnelles, extrem variables mit enormen Vorwärtsdrang ausgestattetes Kurzpassspiel auf,  dem die Gästespieler, gleich hölzerner Kegel, macht- und ideenlos  gegenüberstanden. Vermochte Pfeiffer  dem FCA-Sturmwirbel mit einigen  guten Paraden anfangs noch Einhalt  zu gebieten, brach kurz nach einem  Knaller ans Lattenkreuz  von Marco Richter (16.) das Unheil  unbarmherzig herein. Die Dynamik  dieser Partie sollte nun – wenngleich  einige Stufen tiefer – an das 7:1 der  deutschen Elf im WM-Halbfinale gegen  Brasilien erinnern. Augsburg agierte  nun mit einer beispiellosen Dominanz  und spielte sich in einen Rausch.  Insbesondere der wie ein Irrwisch  auftrumpfende Richter lieferte eine  fantastische Vorstellung ab.  Unterbrochen durch einem von Julian  Günther-Schmidt verwandelten  Foulelfmeter (26.), schraubte die  Nummer 18 des FCA II mit fünf  Treffern in 20 Minuten (24., 28., 33.,  35., 44.) das Ergebnis bis zur Pause auf 7:0 und sorgte ganz nebenbei dafür, dass sich in den Minen der Gesichter sämtlicher in irgendeiner Weise mit dem SVS verbundenen Personen erst Erstaunen, dann Entsetzen und schließlich ohnmächtige Verzweiflung wiederspiegelte. Komplett konträr natürlich die Gefühlslage der 320 Zuschauer, die ihre Helden begeistert in die Pause klatschten.
Wer glaubte, dass sich die Elf von Christian Wörns bei hochsommerlichen Temperaturen im zweiten Durchgang etwas zurücknahm, sah sich ganz schnell ganz gründlich getäuscht. Beseelt von schier unbändigem Torhunger kombinierte und zauberten sich die Hausherren weiter durch den Nachmittag und erhöhten durch Efkan Bekiroglu auf 8:0 (49.), bevor Marco Schuster alle Neune abräumte (58.). Der SVS indes fügte sich beinahe willig in die Rolle des Opferlammes. Statt zu versuchen, mit einigen gewonnen Zweikämpfen wenigstens etwas Ehrgefühl zu entwickeln, gewährten die Klosterer meist nur artig Begleitschutz oder standen den Künsten ihrer Kontrahenten einfach hilflos staunend gegenüber. Diese Dauereinladung, das eigene Können bar jeglichen gegnerischen Körperkontaktes nach Belieben vorführen zu dürfen, nutzte Richter, um mit seinem sechsten (65.) und siebten Treffer an diesem Tage sein persönliches Sommermärchen fortzuschreiben und den Spielstand mit 11:0 in zweistellige Höhen zu treiben. Feierte das Publikum Tor Nummer Zehn noch frenetisch, schimmerte danach für die so fürchterlich gedemütigten, vom Spiel- zum Sparringspartner mutierten Klosterer sogar etwas Mitleid durch. Damit hatte Bekiroglu allerdings wenig im Sinn und machte mit dem 12:0 (80.) das für den SVS „dreckige Dutzend“ endgültig voll.                                       
                                                 
Stimmen zum Spiel:
Florian Schlicker, Trainer SV Seligenporten: “So ein Spiel habe ich weder in meiner Spieler- noch Trainerkarriere erlebt. Das war kollektives Versagen.“

Christian Wörns, Trainer FC Augsburg II: “Der SVS hatte sicherlich nicht seinen besten Tag. Wir haben unsere ersten Tore relativ früh gemacht und waren danach unheimlich effektiv. Dann gibt es halt solche Tage, an denen alles klappt.“
 

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